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Restlegs Legs: Syndrom

Zuständige Fachärzte:
Dr. med. Martin Raghunath ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Neurologie bei der Privatklinik Berger in Frankfurt am Main, Deutschland.
Dr. Martin Raghunath
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Restless Legs Therapie, Handchirurgie, mikrochirurgische Nervenschmerzbehandlung, Plastische und Ästhetische Chirurgie

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Ein weit verbreitetes Nervenleiden

Restless Legs (auch bekannt als Restless-Legs-Syndrom, nach englisch restless = ruhelos und legs = Beine) ist eine Erkrankung, welche die Lebensqualität besonders stark einschränkt. Ein übermächtiger Bewegungsdrang und unruhige Beine gehen meist mit starken Missempfindungen, Schmerzen, Schlafstörungen und gegebenenfalls auch seelischen Leiden einher. Dr. med. Martin Raghunath, der einen neuartigen operativen Behandlungsweg erschlossen hat, informiert Sie hier ausführlich über Erscheinungsformen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Restless Legs.

Erscheinungsformen

Laut den Leitlinien der Deutschen Neurologischen Gesellschaft sind Restless Legs durch folgende vier Merkmale gekennzeichnet:

  1. Starker Bewegungsdrang der Beine, die mit Sensibilitätsstörungen oder Schmerzen einhergehen
  2. Beschwerden zeigen sich ausschließlich im Ruhe- und Entspannungszustand
  3. Besserung oder Aufhören der Beschwerden bei Bewegung
  4. Überwiegendes Auftreten der Restless Legs am Abend und nachts

Symptome und Ausprägung des Restless-Legs-Syndroms (RLS) können sich von Patient zu Patient stark unterscheiden. So betrifft die Störung bei manchen nicht bloß die Beine, sondern auch die Füße und Arme. Die Art der Missempfindungen (Kribbeln, Ziehen oder Reißen) ist ebenso wie das Schmerzniveau sehr verschieden ausgeprägt.

Bei vielen Patienten führt der Bewegungsdrang zu Schlafstörungen, die tagsüber ständige Müdigkeit und Ermattung bis hin zur völligen Erschöpfung zur Folge haben. RLS-Patienten meiden verständlicherweise oft Situationen, in denen längeres Stillsitzen erforderlich ist. Dies kann zur Verkümmerung ihres sozialen Umfeldes, Problemen am Arbeitsplatz und sogar zu psychischen Beeinträchtigungen führen.

Manche Betroffene kriegen die Restless Legs ganz ohne Behandlung mit der Zeit in den Griff. Bei anderen ist die Erkrankung so ausgeprägt, dass sie ohne dauernde Medikamenteneinnahme auf keinen Fall auskommen.

Vorkommen

Je nach Altersstufe leiden 3 bis 10 % der Menschen unter Restless Legs. Damit handelt es sich um eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Dennoch gelingt die Diagnose des Restless-Legs-Syndroms bei vielen Betroffenen erst, nachdem sie jahrelang von Arzt zu Arzt gezogen sind. Vielfach werden die Beschwerden nicht als Teil eines Krankheitsbildes erkannt, sondern erhöhter Nervosität oder einfachen Schlafstörungen zugeschrieben.

Frauen stellen einen Großteil der Erkrankten. Oft machen sich Restless Legs erst ab dem vierten Lebensjahrzehnt bemerkbar, aber auch Kinder und Jugendliche können davon betroffen sein. Bei jüngeren Patienten kommt es besonders häufig zu Fehldeutungen des Krankheitsbildes.

Restless-Legs: Ursachen

Wie es zu Restless Legs kommt, ist nicht in allen Einzelheiten geklärt. Die Haupursache für die Entstehung des Restless-Legs-Syndroms liegt vermutlich in einer gestörten Übertragung von Signalen in den Nervenbahnen. Die Störung ist wohl bedingt durch einen veränderten Stoffwechsel der Neurotransmitter – also den körpereigenen Substanzen, welche für die Signalweiterleitung verantwortlich sind. Bei einzelnen Nervensträngen kommt es dabei zu einer Übererregbarkeit.

Wie neuere Erfahrungen zeigen, verstärkt die Einengung von Nervenbahnen im Bereich der Beine oder Arme bei manchen Patienten die Beschwerden.

In vielen Fällen kommen Restless Legs gehäuft in einer Familie vor, was auf eine Vererbbarkeit der Erkrankung hinweist. Neben der genetischen Ursache kann ein Restless-Legs-Syndrom aber auch durch eine Vielzahl anderer Faktoren hervorgerufen werden:

  1. Eisenmangel
  2. Schilddrüsenprobleme
  3. Schwangerschaft
  4. Anämie (Blutarmut)
  5. Urämie (Harnvergiftung)
  6. Nierenleiden
  7. Arthritis
  8. Stoffwechselstörungen
  9. Parkinsonsche Krankheit
  10. Einnahme von Medikamenten wie Antidepressiva oder Neuroleptika

Wird eine so erkannte Restless-Legs-Ursache angegangen, verschwinden häufig auch die unruhigen Beine. Andererseits kann eine vorhandene Neigung zum Restless-Legs-Syndrom durch die genannten Faktoren überhaupt erst voll zum Ausbruch kommen – und dauerhaft bestehen bleiben.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei hohem Leidensdruck ist eine Behandlung von Restless Legs unvermeidlich. Üblich ist die Gabe von Medikamenten, welche in ihrer Zusammensetzung dem Neurotransmitter Dopamin ähneln. Sie wirken auf die Dopamin-Rezeptoren der Nervenzellen ein und können so die Reizweiterleitung normalisieren, die beim Restless-Legs-Syndrom aus dem Ruder gelaufen ist. In leichteren Fällen von Restless Legs kann auch die Substanz Levodopa gegeben werden, eine Vorstufe verschiedener Neurotransmitter. Wenn die Restless Legs besonders starke Beschwerden auslösen, kann außerdem mit opioidhaltigen Medikamenten die Lebensqualität verbessert werden.

Aufgrund der auftretenden Nebenwirkungen wird man jedoch versuchen, die eingenommene Medikamentendosis möglichst gering zu halten.

Bei einem Teil der Patienten lassen sich die Restless Legs zusätzlich durch eine mikrochirurgische Operation bessern. Der gezielte Eingriff kann die Einengung (Kompression) bestimmter Nervenbahnen in Beinen und Armen lindern. Dies erlaubt vielfach die Verringerung der Medikamentendosis, in einigen Fällen verschwinden die Beschwerden sogar vollständig.

Nähere Informationen zur Behandlung von Restless Legs erhalten Sie auf dieser eigens eingerichteten Seite. Dr. med. Martin Raghunath erläutert Ihnen dort unter anderem, wie er die Beschwerden durch Restless Legs mit einem gezielten Eingriff in der Berger Klinik in Frankfurt am Main lindern kann.